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WSP018 – Bier-Psychologie mit Adam

Mit dem Bierpapst rede ich nicht nur über Biere der Brauerei Krkonošský medvěd, sondern auch und erst Recht über Beziehungen und Kindererziehung.

Vorher erzählen wir ein wenig vom gemeinsamen Urlaub, Adams Urlaub in Ost-Europa, Diskussionkultur in Zeiten der Smartphones, der Invasion der Russen in Tschechien, sowie ein wenig Aktuelles aus Tschechien und der Slowakei.

Wer Kapitelmarken nutzt, kann direkt zum entsprechend interessanten Kapitel springen.

Ihr erreicht uns auf Twitter unter @weichspueler_pc  oder in den Kommentaren der Folge.

 

 

5 Comments

  1. Erika Mustermann Erika Mustermann August 23, 2018

    Werte Herren,

    beim Hören dieser Folge verspürte ich zum Ende der Episode Argwohn.

    Warum? Da legte Gesprächspartner Adam etwas bei sich frei, was in Ost(mittel)europa und insbesondere auch in der Tschechischen Republik erschreckenderweise noch immer allgegenwärtig ist – Antiziganismus.

    Adam: »Jetzt in der Straßenbahn haben wir … es war wohl die allerhässlichste Frau, die ich je gesehen habe …. es war nicht direkt Zigeunerin, so irgendwie Halbzigeunerin […]« (ab Stunde 2:50:21)

    Entlarvend.

    Derlei »Phrasen« sind möglicherweise eines Mittfünzigers würdig.

    Wütend,

    KK

    • weichspüler weichspüler August 24, 2018

      Hallo KK,

      vielen Dank für Dein Feedback. Obwohl Dich die Wut dazu gebracht hat, diesen Kommentar zu formulieren und abzusenden, hoffe ich dennoch inständig, dass Dir der Rest der Folge gefallen hat.
      Wir werden in der nächsten Folge ausführlich auf Deinen Kommentar eingehen und Adam wird Stellung zu seiner Äußerung nehmen.

      Wir hoffen, Dich als treuen Hörer weiter zu behalten und freuen uns auf neue Kommentare.

      Gruß
      Ford

    • Adam Adam August 24, 2018

      Hallo Erika,

      tut mir leid, dass ich Dich zum Toben gebracht habe. War eigentlich gar nicht so gemeint.

      Auf tschechisch unterscheidet man “rom” (Roma – neutrale Konnotation) und “cikán” (Zigeuner – negative Konnotation).

      Auf deutsch habe ich nie Roma gehört, gesehen oder gelesen, deshalb war es mir nicht bewusst, dass es dann antiziganistisch klingt. Für mich war es einfach Beschreibung / Nennung der Tatsache.

      Aber ich stimme Dir zu, Antiziganismus ist bei uns ziemlich verbreitet. Ich gehöre allerdings zu dieser Bande nicht, obwohl es offensichtlich so wirkte… und obwohl ein Roma mir eine mit seiner Faust gehauen hat und mein Handy geklaut hat, als ich 12 war.

      Entschuldigend,

      Adam

  2. EriKKa Mustermann EriKKa Mustermann August 25, 2018

    Adam,

    ich störe mich nicht an der Begrifflichkeit »Zigeuner«. Vielmehr überraschte mich die offensichtlich unreflektierte Verbindung eines Attributs (allerhässlichste) mit einer bestimmten Ethnie (Zigeuner), die durch »es war nicht direkt Zigeunerin« verstärkt wird. Diese Aussage etabliert das diskriminierende Narrativ, dass Zigeuner(frauen) hässlich seien. Siehe Jim Crow et al.

    Der geschilderte Überfall ist natürlich bedauerlich. Wie Du weißt, lässt er dennoch keine vergleichende Bewertung der Kriminalität von Roma und Nicht-Roma zu.

    Keine Sorge, ich meine nicht, dass Du zu der »Bande« der Alltagsrassisten gehörst. Ich wollte provokant auf den Bewusstseinsinhalt (Mem) hinweisen, der weitergegeben und damit vervielfältigt wird.

    Unglaublich: schon Kant hat Antiziganismus betrieben und Zigeuner als primitive Rasse beschrieben, die durch fehlende Anlage nie einen »Trieb zur Tätigkeit« entwickelt hätten. Der vorherrschende Antiziganismus ist jedenfalls erschreckend präsent. Ein unbeachtetes Trauerspiel mitten im ach so modernen 21. Jahrhundert, im ach so zivilisierten Europa.

    Love,

    KK

  3. Tereza Tereza September 5, 2018

    Hallo ihr Zwei,

    erstens muss ich sagen, dass ich das Zuhören dieser Folge wirklich genoßen habe, ihr habt wirklich interessante Themen angesprochen. Zweitens Hut ab vor euch beiden für eure offene Aussagen. Ich hätte zu gewissen Themen ein paar Punkte, jedoch will ich mich nicht zu allem äußern. Wozu ich aber ein paar Worte verlieren möchte, ist das Thema “Kinder schlagen”. Ich mag diesen Ausdruck überhaupt nicht, da er zu hart und provokativ klingt. Eigentlich hatte ich während des Zuhörens das Gefühl, dass Adam in einem sehr negativen Licht dargestellt ist, obwohl – ich denke – er das Ganze nicht böse gemeint hat, obwohl es so wirken kann. Ich kann mir vorstellen – und ich muss ihn bei seiner Ansicht unterstützen – er hat in Zukunft vor, die Kinder so zu erziehen, dass von denen ein vernünftiger Mensch wird. Ich bin auch der Meinung, dass es manchmal dazu kommen kann, dass das Kind auf den Po einen Klaps bekommt, da es bereits keinen anderen Weg gibt. Man kann dem Kind die Sachen vernünftig ein paar mal erklären, wenn das Kind aber ständig die Grenzen schiebt, muss man in gewissen Situationen strenger sein. Wir würden in einer idealen Welt leben, wenn das Kind sofort alles verstehen würde, ohne auf diese Art und Weise die Probleme zu lösen. Natürlich hängt aber alles von der gewissen Situation ab. Was ich nur sagen wollte – ich stimme der Einstellung von Adam zu.

    Ich freue mich auf die nächste Folge:)

    Grüße,
    Tereza

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